Memoiren einer untypischen Gastarbeiterin

Im Remagener Jugendbahnhof findet heute, am 28.11.2013, eine ungewöhnliche Lesung statt. Emine Balfi liest aus ihrer noch in Entstehung begriffenen türkisch-deutschen Autobiografie vor.

Seit 1994 ist sie in Remagen: Emine Balfi, die türkische Frau, die in so vielen Gremien aktiv ist und das gesellschaftliche Leben Remagens mitprägt. Das ist nicht selbstverständlich, viele ihrer Landsleute, die wie sie als sog. „Gastarbeiter“ nach Deutschland kamen, leben nach wie vor isoliert in türkischen Kreisen. Balfi dagegen hat sich auf vorbildliche Weise integriert. Umso bemerkenswerter, wenn man ihre Vorgeschichte kennt. Nach einer Kindheit mit Missbrauch und Gewalt wurde sie von ihrem Mann nach Deutschland geschickt, musste sich von Familie, Kindern und ihrer geliebten Stadt Adana trennen und begann in der Fremde ein neues Leben voller Tücken und Schicksalsschläge. Aber sie begegnete auch liebevollen Menschen, die ihr halfen, immer wieder nach vorne zu schauen. Ihr Vorhaben, ihre größtenteils dramatische Lebensgeschichte zu veröffentlichen, wird als Beitrag zur Völkerverständigung vom bundesweiten Programm Toleranz fördern- Kompetenz stärken mit dem Remagener Moscheeverein als Träger gefördert.

Die Lesung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Share