Was ist eigentlich Etymologie?

Hase mit Ostereiern, Fotolia/© snyGGG

Und wo kommt das Wort Ostern her?

Genau diese zweite Frage kann die Etymologie beantworten. Zumindest fast. Sie ist nämlich die Wissenschaft von der Herkunft und Entwicklung der Wörter. Die Etymologie klärt uns zum Beispiel darüber auf, dass Ostern ein altgermanisches Wort ist und mit Osten verwandt. Osten ist die Morgenröte, bzw. die Göttin der Morgenröte, die bei den Indogermanen verehrt wurde.

Der `Kluge`

… ein wunderbares etymologisches Wörterbuch, das in keinem Bücherregal fehlen sollte, wenn man sich für Sprache interessiert – sagt zu Ostern:

Der Zusammenhang zwischen Name und Fest ist unklar. Eine germanische Frühlingsgöttin dieses Namens (die zur Erklärung vermutet wurde) ist nicht sicher bezeugt; eine Bezeichnung nach dem Tagesanbruch, der bei dem Fest eine liturgische Rolle spielt, ist durchaus denkbar. Eine lateinische Bezeichnung albae (paschalis) für `Ostern` ist vom 5. Jh. an bezeugt, meint allerdings die weißen Kleider der um diese Zeit Getauften.

Die Bedeutung `weiß`  für alba , bzw. albus  geht mit der Zeit verloren, übrig bleibt die Bedeutung `Morgenlicht, Morgenröte`.

Morgenröte

Wer hat nicht bei diesem Wort gleich ein wunderschönes Bild vor Augen. Da geht das Herz auf. Und wer weiß, vielleicht haben wir ja Glück mit dem Wetter und erleben in den Ostertagen solch frühlingshafte  und friedliche Momente.

Die Symbole

Der Hase gilt übrigens in vielen Ländern als erster Frühlingsbote und hat sich vermutlich daher zum Wahrzeichen für Ostern entwickelt, aber vielleicht auch weil er ein Meister im Kinderkriegen ist. Was uns wiederum zu den Eiern führt. Der Osterhase wird 1682 zum ersten Mal in einer Abhandlung über Ostereier erwähnt. Die Eier erinnern an die Auferstehung Christi, der die Mauern seines Grabes `durchbrach`. Das Ei ist daher ein Symbol des ewigen Lebens.

Allen Lesern wünsche ich von Herzen

frohe Ostern

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Aufgepasst: Adjektive

Aufgepasst: Adjektive

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

 

Der heutige Textertipp richtet sich an alle Schreibenden, ganz gleich ob Sie literarische oder Werbetexte verfassen, bloggen oder auch im Businessbereich mal einen Text mit Storytelling aufpeppen. Hierbei spielen Adjektive eine wichtige und meist unterschätzte Rolle.

Das treffende Adjektiv

In der Schule haben wir gelernt, dass Adjektive eine Geschichte lebendig und spannend machen. Vor allem, wenn sie treffend sind, also statt z. B. einfach etwas als „schön“ zu bezeichnen, können Begriffe wie „anmutig, graziös, nobel, strahlend“ usw. einen genaueren Eindruck vermitteln. Wer sich mit dem Finden von alternativen Begriffen schwertut, dem empfehle ich online Synonyme zu suchen.

Das emotionale Adjektiv

Werbetexter und Motivationstrainer wissen, dass sie durch gezielte Wortwahl ihre Kunden, Leser und Zuhörer begeistern können. Sie wählen bevorzugt Adjektive, die eine innere Stimmung erzeugen, also besonders emotional sind. Hier eine kleine Auswahl, die gemäß der Intention dieser Menschen positive Emotionen weckt: atemberaubend, begehrenswert, geschmackvoll, leidenschaftlich, spürbar, wild, vital usw.

Das bildhafte Adjektiv

Literarisch Tätige wissen aber genauso wie Werbetexter um die Wirkung von Bildern, die mit Sprache erzeugt werden. Und dafür sind nicht nur Metaphern zuständig, sondern auch Adjektive. Anfänger machen oft den Fehler, dass sie abstrakte Adjektive gebrauchen, z. B. „Während der Arzt noch in den Akten las, begann Michael nervös zu sprechen.“ Was soll denn daran falsch sein, fragen Sie sich vielleicht. „Falsch“ gibt es natürlich in diesem Zusammenhang nicht. Aber Sie werden gleich sehen, wie dieser emotionale Zustand noch besser in Szene gesetzt werden kann: „Während der Arzt noch in den Akten las, begann Michael mit zittriger Stimme zu sprechen.“

Das verschwundene Adjektiv

Der Königsweg, um das Kino im Kopf zu erzeugen, sind aber oft die Verben, die Adjektive im besten Fall ersetzen. Denn Verben sind dynamischer, machen Aktionen sichtbar: Statt „Während der Arzt noch in den Akten las, wurde Michael zunehmend nervöser.“, heißt es dann „Während der Arzt noch in den Akten las, umklammerten Michaels Hände die Armlehnen immer fester.“ Wir sehen jetzt nicht nur den Mann und seine Art zu reagieren förmlich vor unserem inneren Auge, sondern schaffen etwas, das viel zu selten bewusst gemacht wird: Wir aktivieren den Leser. Wie das?

Das interpretierende Adjektiv

In dem gewählten Beispiel überlassen wir es dem Leser, das Klammern der Hände als nervösen Zustand zu interpretieren. Es wird also eine Leistung vom Leser verlangt, die ihn viel stärker als alles andere in das Geschehen zieht und teilhaben lässt. Er muss mitdenken, kann miterleben und bekommt dafür ein Aha-Erlebnis, eine Erkenntnis. Unerfahrene Schreiber meinen oft fälschlicherweise, ihren Lesern das Interpretieren abnehmen zu müssen, aus Angst, falsch verstanden zu werden und enthalten so ihren Lesern das zutiefst befriedigende Erlebnis der eigenen Schlussfolgerung vor. Deshalb sollte der Verfasser eines Textes sich immer fragen: Ist das ein abstraktes Adjektiv? Dann liegt der Verdacht nahe, dass es eine Interpretation der beschriebenen Szene vorgibt. Die folgenden Beispiele zeigen, dass die bildhafte, nicht-interpretierende Art zu schreiben oft mehr Raum einnimmt. Aber es lohnt sich.

Abstrakt interpretierend Konkret bildhaft
Verstohlen beobachtete Sandra aufmerksam den Mann, der ihr am Tisch gegenüber saß. Aus den Augenwinkeln verfolgte Sandra jede Bewegung des Mannes, der ihr am Tisch gegenüber saß.
Als der Schaffner sie wiederholt aufforderte, ihr Ticket zu zeigen, wurde Nicky aggressiv. Als der Schaffner sie wiederholt aufforderte, ihr Ticket zu zeigen, tippte sich Nicky an die Stirn, blickte dabei fest in seine Augen und ließ das Kaugummi aus ihrem Mund platzen.
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Die Slogantabelle der Bundesliga

Rangliste der Slogans deutscher Fußballvereine

 

Fußballslogans

Fußball ist ein großes Geschäft. Und wie in jedem Geschäft wird auch beim Fußball fleißig geworben. Zum Beispiel mit Slogans. Slogans sollen sich einprägen, sich im Kopf des Lesers/Hörers/Zuschauers unverwechselbar mit einer Marke verbinden, Identität stiften und am besten zu einem geflügelten Wort werden. Schauen wir mal unter diesem Gesichtspunkt die Fußballclubs an, denn die haben – man höre und staune – auch Slogans. Das dürfte nicht nur mir, sondern auch manch eingefleischtem Fußballfan neu sein, denn wir bekommen sie kaum zu hören.

Was muss ein Slogan leisten?

Und damit stellt sich schon die Frage: Warum haben die denn Slogans? Alle Forderungen, die Werbeleute üblicherweise an Slogans stellen, werden zu oft nicht erfüllt:

  • Die unbedingte Kopplung von Marke und Slogan entfällt fast immer. Denn über die Clubs wird sehr oft ohne Slogan geredet. Oder hat schon mal jemand einen Reporter sagen hören: TSG Hoffenheim. Ein Team. Ein Weg. Einmalig.? Warum nicht? Weil dieser Slogan schlicht dämlich ist. Er stellt keinen originellen Bezug zum Hoffenheimer Club her, und könnte genauso gut für jeden anderen Club stehen. Positive Beispiele dagegen sind: Borussia Mönchengladbach – die Fohlenelf. Man muss nicht wissen, was es mit dem Fohlen auf sich hat. Die Bezeichnung prägt sich ein, ist ungewöhnlich und unübertragbar. Herausragend auch das bayrische Mia san mia. In Sachen Identitätsstiftung dürfte dieser Spruch der Bayernelf unangefochten vorne liegen. Mit einem guten Schuss Humor, aber – mir zumindest – nicht sehr geläufig, präsentiert sich der FSV Mainz 05, nennt er sich doch der Karnevalsverein.
  • Im Marketing heißt es, der Slogan soll Begeisterung für das Produkt auslösen, indem er etwas über die Leistung des Produktes aussagt. Das kann entweder im Produkt selbst begründet sein oder aber in dem, was es für den Kunden bedeutet. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Fohlenelf schon wieder ein paar Tabellenplätze abgestiegen, während Mia san mia seinen 1. Platz zementiert. Beim Karnevalsverein sollen böse Zungen außerhalb von Mainz … Ach, lassen wir das. Da ist der FC Köln der weitaus bessere Kandidat. Er wirbt mit dem Slogan: Spürbar anders. Hm, das könnte arg nach hinten losgehen beim derzeitigen Tabellenplatz, tut es aber nicht. Und das nur aus einem einzigen Grund: Den Slogan kennt doch keiner, oder? Fußballclubs tun also gut daran, sich bei der Entscheidung für einen Slogan genau zu überlegen, was der anrichtet, wenn es mal nicht so gut läuft.

Dann schauen wir uns mal die dritte Forderung an: Ein Slogan soll stilistisch brillieren. Das heißt, er soll in der Wahl der Sprache, des Rhythmus‘, der Kreativität in der Wortbildung und seiner Metaphern herausstechen. Urteilen Sie selbst. Und hier nenne ich jetzt bewusst ein paar andere Slogans: Hamburger HCV. Nur der HSV. VfB Stuttgart. Furchtlos und treu. Hannover 96. Unsere Stadt. Unser Verein. Unsere Leidenschaft! Tja, ich fürchte, da ist noch viel Spielraum nach oben.

Der Sonderfall der roten Bullen

Die einzigen, die etwas aus dem üblichen Einerlei (wie gerade die letztgenannten Beispiele zeigen) hervorstechen, sind die Leipziger. Was nicht verwundert, sind doch Name und Slogan des Clubs durch den Sponsor vorgegeben: RB Leipzig. Die Roten Bullen. Interessanterweise habe ich hier jedoch den Eindruck, dass gerade wegen der Verbindung zu einem Produkt außerhalb der Fußballwelt dieser Slogan nicht gerne von Moderatoren und Reportern aufgegriffen wird. Die Kontrolle der Red Bull GmbH über den Verein hat ja auch zu Anfang zu massiven Protesten geführt. Das Zugehörigkeitsgefühl zu einem Fußballverein ist hierzulande hochemotional und entsprechend empfindsam zeigten sich die Gemüter, wenn sich Fußballer wie Fans vor den Wagen der Red Bull GmbH spannen lassen. Inzwischen scheint man sich aber daran gewöhnt zu haben. Zum Vergleich: Der VfL Wolfsburg, deren Gesellschafterin zu 100 % die Volkswagen AG ist, hat den Slogan Arbeit. Fußball. Leidenschaft. Bei der Gründung des Vereins für Leibesübungen 1945 war man bei der Darstellung nach außen, was die Verbindung von Sponsor und Fußballer anging, da noch ein wenig zarter besaitet. Oder irgend jemandem fiel auf, dass ein Slogan wie  Die Käfer dann vielleicht doch der Sache, bzw. der Volkswagen AG, nicht dienlich ist.

Und der Gewinner ist …

In Sachen Slogan darf die Fußballwelt noch dazulernen. Wer sagt denn, dass man einen Slogan nicht auch mal ändern darf – mit Hilfe von Leuten, die etwas davon verstehen. Sonst befindet man sich als Fußballer in einem Gefängnis hinter Gittern, wie der Slogan des SV Werder Bremen nahelegt: Lebenslang Grün-Weiß. Hier nun meine Tabelle mit den Bundesligaplätzen in Sachen Slogan – und ich bitte zu beachten, dass die Rangfolge nichts mit eventuellen persönlichen Vorlieben für einzelne Mannschaften zu tun hat:

Platz Verein Slogan Punkte
1 1. FC Bayern Mia san mia 18
2 RB Leipzig Die Roten Bullen 16
3 Borussia Mönchengladbach Die Fohlenelf 13
4 Bayer 04 Leverkusen Die andere Familie 10
5 FC Freiburg Die Breisgau-Brasilianer 10
6 Eintracht Frankfurt Die Adler 9
7 FC Schalke 04 Wir leben dich 9
8 Borussia Dortmund Echte Liebe 9
9 1. FSV Mainz 05 Der Karnevalsverein 8
10 Hamburger SV Nur der HSV 8
11 1. FC Köln Spürbar anders 8
12 VfL Wolfsburg Arbeit. Fußball. Leidenschaft. 8
13 Hannover 96 Unsere Stadt. Unser Verein. Unsere Leidenschaft! 6
14 TSG 1899 Hoffenheim Ein Team. Ein Weg. Einmalig. 6
15 FC Augsburg Eine Region – Ein Verein – Eine Leidenschaft 6
16 Hertha BSC Die Zukunft gehört Berlin 4
17 VfB Stuttgart Furchtlos und treu 4
18 SV Werder Bremen Lebenslang grün-weiß 2

 

Nicht alle Mannschaften der 1. Bundesliga sind aufgeführt, da ich nicht alle Slogans kenne oder die Mannschaften evt. keinen Slogan haben.

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Wimmelpost zu Weihnachten

Fehler in der Weihnachtskarte

7 Tipps für die Weihnachtspost

Nein, nein, ich meine hier nicht die Wimmelbilder mit den tausend winzigen Ereignissen, die es zu entdecken gilt, sondern die Weihnachtspost – alternativ: Weihnachtsmail – in der es nur so vor Fehlern wimmelt.
Es ist unglaublich, aber gerade in diesen doch oft standardisierten und meist kurzen Schreiben, häufen sich die Fehler. Also, bevor es losgeht am besten nochmal in die 7 Tipps für die Weihnachtspost schauen:

  1. Der >>Heilige Abend<< oder >>Heiligabend<< wird immer groß geschrieben, denn es handelt sich hier um einen Eigennamen. Im Gegensatz dazu wünscht man
  2. ein frohes neues Jahr oder ein gutes neues Jahr und nicht etwa ein frohes Neues Jahr. In dieser Wendung wird >>neues<< immer kleingeschrieben. Das ist wohl mit der häufigste Fehler, den sogar die Deutsche Post einmal in großem Stil machte. Ebenso schreiben Sie bitte >>Ich wünsche Ihnen alles Gute zum neuen Jahr<<, also weder >>Alles Gute<<, noch >>zum Neuen Jahr<<. Achtung bei E-Cards – hier ist der Fehler weit verbreitet. Manche – und das kann man durchaus auch übernehmen – umgehen die Fallstricke in der Groß- und Kleinschreibung, indem Sie z. B. nur Großbuchstaben verwenden.
  3. >>Frohes<< oder >>Gutes<< wird auch nur dann großgeschrieben, wenn es am Satzanfang steht bzw. alleine in der Zeile, wie eine Überschrift.
  4. Groß- und Kleinschreibung wird übrigens auch häufig bei der Formel >>Herzlich willkommen<< falsch gemacht. Auch hier wird >>willkommen<< immer kleingeschrieben.
  5. Verbinden Sie das Schreiben mit einer Einladung z. B. an ihre Mitarbeiter, dann heißt es streng genommen nicht: >>Wir laden Sie am 15. Dezember zur Weihnachtsfeier im Braustübchen ein.<< Das würde nämlich bedeuten, dass Sie an diesem Tag die Einladung verschicken werden. Aber das tun Sie ja bereits jetzt mit der Weihnachstpost. Also muss es korrekterweise heißen: >>Wir laden Sie zur Weihnachtsfeier am 15. Dezember im Braustübchen ein.<< Zugegeben – das ist ein bisschen Korinthenkackerei, da es hierbei selten Missverständnisse gibt. Aber wer die Feinheiten der deutschen Sprache und damit auch Ihre Fallstricke kennen will, der mag das bedenken.
  6. Als Haarspalterei mag so mancher auch die folgende Überlegung finden: Kann man ein gesundes oder ein erfolgreiches neues Jahr wünschen? Das Jahr selbst dürfte weder gesund noch krank sein, gemeint ist natürlich der Mensch. Aber wenn man diese Formulierung tatsächlich abwegig findet, dann dürfte man streng genommen auch kein frohes neues Jahr wünschen, denn das Jahr selbst dürfte wohl kaum Gefühlsregungen haben. Wer auf der ganz sicheren Seite sein will, wünscht also am besten Gesundheit, Erfolg und Freude im neuen Jahr.
  7. Ein letztes No-Go bezieht sich nicht auf die Rechtschreibung, sondern den Inhalt. Hier geht es um Takt und Ehrlichkeit. Denn Unternehmer sollten vor allem vermeiden, die guten Wünsche zum Jahresende mit Werbung zu verbinden. Denn dann nimmt man sie Ihnen nicht ab und Ihre sicherlich gut gemeinte Weihnachtspost landet sofort im Müll.
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Die Ahrweiler Ideenbörse – ein Erfolg für atemwort

atemwort Tippi Ahrweiler Ideenbörse

Es war ein toller Abend!

Am 17. August 2017 fand in Bad Neuenahr-Ahrweiler die vierte Ideenbörse des Kreises statt. Wie schon 2016 in Bonn hat sich atemwort hier mit dem Tippi-Buch präsentiert.  Die Veranstaltung fand  auf dem Ahrweiler Weingut Sonnenberg statt – eine wunderbare Kulisse. Die Wirtschaftsförderer des Kreises Ahrweiler sorgten für eine angenehme und wertschätzende Atmosphäre und die Aussteller für spannende Ideen. Die Reaktionen auf Tippi waren  überwältigend: Die Besucher sparten nicht mit Lob und Anerkennung.

Wie funktioniert die Ideenbörse?

Sechs Aussteller präsentieren ihr Unternehmen oder ihr Produkt vor einem breiten Publikum. Die Besucher sind mehr als nur Zuhörer und Zuschauer, sie bilden gleichzeitig die Jury. Zur Ahrweiler Ideenbörse kamen rund 60 Geschäftsleute. Auf einem Formular bewerten sie Dinge wie „kreativer Ansatz“, „persönlicher Nutzen“ oder „Vermarktbarkeit“.

Die Veranstaltung soll insbesondere das Gründungsgeschehen im Kreis Ahrweiler vorantreiben. Wirtschaftsförderer Tino Hackenbruch ist zu Recht stolz: „Mit 94,2 Gewerbeanmeldungen je 10 000 Einwohner im Jahr 2016 belegt der Kreis Ahrweiler unter den rheinland-pfälzischen Landkreisen einen Platz unter den Top 3.“ Von uns noch ein extra Lob für den Wirtschaftsförderer, der auch Unternehmen, die wie atemwort nicht (mehr) zum Kreis gehören, nicht ausschließt.

Der Generalanzeiger berichtete über das Event.

2. Platz für atemwort mit dem Tippi-Buch

Für Unternehmen ist es eine wunderbare Möglichkeit, neue Ideen hautnah vorzustellen und dabei gleichzeitig auf Fragen der Interessenten einzugehen. Wie überzeugend Tippi gewirkt hat, fand ich wenige Tage später bestätigt, als ein großes Unternehmen, dessen Geschäftsführer an dieser Veranstaltung teilnahm, zum Gespräch bat. Jetzt sind wir gespannt, was daraus wird.

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Wie finde ich den richtigen Ghostwriter?

den richtigen ghostwriter finden

Vier Tipps für die Ghostwritersuche

Einen Ghostwriter braucht man nicht alle Tage. Die wenigsten Menschen sind daher vertraut damit, wie sie den für Ihr Vorhaben passenden Ghostwriter finden. Dabei geht es fast immer um ein wichtiges Projekt mit großer Bedeutung für das eigene Leben oder die berufliche Zukunft. Informieren lohnt sich also. Die folgenden vier Punkte helfen Ihnen, den geeigneten Ghostwriter für Sie und Ihr Vorhaben zu finden:

1. Richtig recherchieren im Internet

Da ist es wenig sinnvoll nur den Begriff „Ghostwriter“ zu googeln. Verwenden Sie außerdem Begriffe, die Ihr Anliegen genauer umreißen, z. B. Sachbuch Ghostwriter oder Ghostwriter für Autobiografien oder wissenschaftlicher Ghostwriter. Das erhöht die Chance, die Person zu finden, die auf ihr Bedürfnis spezialisiert ist.

2. Klares Anforderungsprofil erstellen

Überlegen Sie im Vorfeld genau, was Ihnen wichtig ist und welche Bedingungen sich daraus ergeben. Hier ein paar Beispiele:

  • Sie haben wenig Zeit oder Lust zu reisen. – Der Ghostwriter sollte in gut erreichbarer Nähe sein. Oder aber Sie sind bereit, für seine/ihre Reisekosten aufzukommen.
  • Die Chemie muss stimmen. – Vor allem, wenn es um sehr persönliche Inhalte oder ein Herzensprojekt geht, das Sie ihrer Ghostwriterin anvertrauen, treffen Sie sich mit ihr zu einem ersten persönlichen Gespräch. Dazu telefonieren Sie zunächst. Stellen Sie erste Fragen schon am Telefon, beobachten Sie die Reaktion, hören Sie auf Stimme und Bereitschaft ausführlich zu informieren. Und lassen Sie Ihr Bauchgefühl nicht außer Acht.
  • Die Ghostwriterin sollte Erfahrung haben. – Fragen Sie nach Referenzen, lassen Sie sich den Werdegang erzählen. Aber Achtung: Ein Ghostwriter muss nicht zwingend Ahnung von der Materie haben. Im Gegenteil: Ein Ghostwriter, der Expertenwissen einer breiten Allgemeinheit vermitteln soll, ist unter Umständen besser, wenn er von der Sache nichts versteht. Denn dann stellt er genau die Fragen, die Laien stellen würden und kann damit verhindern, dass zu viel Fachwissen vorausgesetzt wird. Wenn es der Ghostwriter dann verstanden hat, können Sie sicher sein, dass er/sie es allgemeinverständlich weitergeben kann. Aber auch der umgekehrte Fall kann für Sie wichtig sein:
  • Der Ghostwriter muss ein Experte in meinem Fachgebiet sein. – Das ist z. B. oft bei medizinischen oder anderen wissenschaftlichen Themen wichtig, wenn es um eine Veröffentlichung in einer Fachpresse oder um ein wissenschaftliches Buch geht. Hier bieten sich oft Fachjournalisten an als Ghostwriter an.
  • Der Ghostwriter sollte regelmäßig für mich schreiben. – Benötigen Sie jemanden, der dauerhaft zu Ihrem Thema für Sie schreiben kann, z. B. in Blogs oder in der Fachpresse, sollten Sie die terminliche Einbindung des Ghostwriters zuvor abklären. Es ist wenig sinnvoll, immer wieder verschiedene Leute für sich schreiben zu lassen. Besser, jemand arbeitet sich in Ihr Thema ein und wird zu „Ihrer Stimme“.
  • Der Ghostwriter muss mein Buch in drei Monaten fertig haben. – Sie haben es eilig? Dann müssen Sie unter Umständen länger suchen, denn gute Ghostwriter sind oft nicht sofort verfügbar. Sie arbeiten über Monate an einem Projekt und haben schon andere in der Pipeline. Fragen Sie nach!
  • Die Ghostwriterin soll mir bei der Verlagssuche helfen. – Bietet das die Ghostwriterin Ihrer Wahl mit an? Wenn ja, zu welchen Konditionen und was genau tut sie: Verlagsrecherche, Exposee erstellen, Verlage anschreiben, anrufen?

3. Ein Angebot erstellen lassen

Aus dem Angebot können Sie oftmals bereits die Professionalität erkennen. Ein seriöser Ghostwriter wird sein Angebot verständlich aufschlüsseln und genau angeben, was im Preis enthalten ist. Mögliche Punkte des Angebots und/oder eines Vertrages sind:

  • Preis für Interviews/Gespräche nach Stundensatz
  • Seitenpreis pro Normseite
  • Umfang
  • Konzepterstellung, ggf. Workshop dazu
  • Korrekturdurchgänge
  • Lektorat/Korrektorat
  • Nutzungsrechte
  • Nennung der Mitwirkung des Ghostwriters
  • Verschwiegenheitsklausel
  • Exposee-Erstellung
  • Verlagssuche
  • Titelfindung
  • Zahlungsmodalitäten
  • Zeitraum
  • Rücktrittsrechte
  • Honorierung, Reisekosten, Spesen
  • Mitwirkungspflicht des Auftraggebers

Die Preise für Ghostwriting bewegen sich zwischen den extremen von 20 Euro/Normseite (z. B. von Schülern und Studenten) und 150 Euro/Normseite (erfahrene Profis). Das Schreiben unter prominentem Namen kann noch teurer werden. Am Anfang steht auf jeden Fall immer der Abschluss eines verbindlichen Vertrags.

4. Machen Sie sich ein Bild von der Arbeit des Ghostwriters

Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, sollten Sie sich unterschiedliche Arbeitsproben des Ghostwriters anschauen, der in der engeren Wahl ist. Oft finden Sie schon einiges im Internet: auf der Homepage oder im Blog. Aber gute Ghostwriter können sich in der Tonalität Ihrem Auftraggeber anpassen. Das heißt sie schreiben locker, ironisch, vielleicht sogar etwas flapsig für den, der selber so schreibt und spricht und sich in den Ghostwriter-Texten wiedererkennen will, und sie schreiben ernsthaft, melancholisch, nachdenklich für eine, die ihre Lebensgeschichte in dieser Weise erzählt. Gleichzeitig können sie dort ausgleichen, wo Stil und Inhalte demjenigen, der hinterher als Autor genannt wird, eher schaden würden.

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Werte Frau Kundin

Humor in der Kundenansprache

So bringen Sie Humor in Ihre Kundenansprache

Das ist schon so eine Sache mit dem Humor – eine Glückssache besser gesagt. Denn außer dem berühmten Fettnäpfchen ist kaum etwas peinlicher als einen Witz zu machen, über den der oder die andere(n) nicht lachen können.

Deshalb widme ich mich an dieser Weiberfastnacht mal dem Thema Humor. Und zwar dem Humor in der geschriebenen Ansprache. Denn der ist weitaus schwieriger als in der mündlichen Kommunikation, die in der Regel Nähe und Bekanntheit beinhaltet und wo wir aufgrund dessen, was wir beim Gegenüber sehen, hören und fühlen, besser erkennen können, was angebracht ist und was nicht.

Handwerk Humor

Viele Menschen sind der Meinung, Humor hat man oder man hat ihn nicht. Falsch! Humor kann man trainieren. Humor ist Handwerk, wie der amerikanische Autor John Vorhaus behauptet („Handwerk Humor“, erschienen bei Zweitausendeins). Nur so können Kabarettisten, Komiker und Kapellmeister permanent neue Sketche und ähnliches erfinden. Machen Sie also mit und üben Sie ein wenig mit den drei Instrumenten, die ich Ihnen hier vorstelle:

  1. Der Misston im Dreiklang

Dieses Instrument habe ich gerade eben benutzt: Kabarettisten, Komiker und Kapellmeister. Der dritte gehört natürlich nicht in diese Reihe, aber gerade weil ich die Erwartung, die ich mit den beiden ersten Nennungen schüre, nicht erfülle, funktioniert es und ein Schmunzeln stellt sich beim Leser ein. Hier wird zusätzlich das Stilmittel Alliteration eingesetzt, was die Komik verstärkt.

Das ist eine Grundregel des humorvollen Erzählens in der Literatur: Der Schluss ist eine Pointe, wenn er völlig unerwartet ist, bzw. etwas verdreht oder umkehrt.

  1. Sprichwörter beenden

Schreiber setzen gerne ein Sprichwort über ihre Texte, da sie dem Ganzen ein Motto, eine Richtung geben. Nur… Leider liest man allzu häufig die immer gleichen Sprüche. Sie bedienen Klischees und das ist sehr gefährlich. Mit jeder geläufigen Redewendung – auch mit komischen, die nicht von Ihnen stammen – laufen Sie Gefahr, Ihre Leser zu langweilen und zu vergraulen. Nicht so, wenn Sie die den Satz originell abändern, sich also die Mühe machen, etwas Eigenes daraus zu machen, z. B.

Wer im Glashaus sitzt …                               … muss ständig Fenster putzen.

Wer andern eine Grube gräbt …              … braucht einen guten Spaten.

Morgenstund hat Komposit im Mund. (Komposit = Zahnfüllmixtur)

  1. Über- und Untertreibungen

Diesem Stilmittel sind Sie im Betreff dieses Newsletters begegnet. Die Anrede ist antiquiert und bieder und kann nur verwendet werden, wenn Ihre Zielgruppe ein Kreis von Frauen ist, der sich für die Wiederbelebung des Frauenbildes aus dem 19. Jahrhundert einsetzt. Aber gerade das sichtlich Unangebrachte kann ein Türöffner sein, wenn es, wie in folgendem Beispiel, aufgelöst wird:

Werte Frau Kundin,

Sie wundern sich über diese seltsame Anrede? Nun ja, „Hey Lady“ würde vermutlich das gleiche Stirnrunzeln auslösen. Am liebsten sprechen wir unsere Kunden mit ihrem Namen an, wie auch unsere Mitarbeiter gerne von unseren Kunden mit Namen angesprochen werden. Deshalb steht er unter jedem Schreiben der vollständige Name des Absenders.  Dies ist der Grund, warum wir Sie bitten, Ihren Namen zu Ihrer Mailadresse anzugeben. Damit Sie in Zukunft nicht schon über die Anrede stolpern. Denn wir meinen nicht irgendwen. Nein! Wir meinen Sie – Sie persönlich, Frau Müller.

Wenn Sie sich daran machen wollen, Ihre humorvolle Seite etwas wiederzubeleben, hier mein Kurzrezept:

  • ein Körnchen Wahrheit, das oft traurig und unangenehm ist,
  • eine Geschichte,
  • eine Enttäuschung der Lesererwartung (= Perspektive, die das Komische am Traurigen sichtbar macht)

Kurz und knapp servieren!

In diesem Sinne

Allaaf, Helau und Grüß Gott

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Aus dem Leben einer Texterin

texten beim Kaffee

Du wachst auf, drehst dich nochmal rum. Es ist spät geworden gestern. Du erlaubst dir eine Runde im Bett dranzuhängen. Und dann stehst du doch eher auf als gedacht, machst dir deinen Kaffee, wie jeden Morgen. Da ist dieser Musiker in deinem Kopf, der dich vor einer Woche auf dem Netzwerktreffen ansprach. Ihr habt euch lange unterhalten, er sprach darüber, was er macht, was er denkt, was er hasst und was er liebt. Als er hörte, dass du textest, fiel ihm der Slogan ein, nach dem er schon lange sucht. Er brauche Hilfe, sagte er. Ihr unterhieltet euch darüber, was ein Slogan ist, was er leistet, woran man gute von weniger guten unterscheidet. Zwei Tage später hast du dich auf seiner Website umgesehen und ihn angerufen. Er war krank.

Jetzt sitzt du da, wie jeden Morgen, nippst an deiner Tasse, schaust aus dem Fenster, spürst in den Tag hinein und siehst den Musiker vor dir, hörst seine Worte, spürst seine Leidenschaft. Worte formen sich, Slogans. Du erinnerst dich, dass du gestern mit einem Slogan für ihn im Kopf eingeschlafen bist. Wie war der doch gleich? Aber da kommen schon andere hoch, wollen aufgeschrieben werden. Gedanken sind so flüchtig. Du weißt, dass du sie sofort festhalten musst, nimmst den Stift und den Einkaufszettel, der da liegt. Die Rückseite ist frei. Im Büro wartet ein Lektorat auf seine Fertigstellung.

Und du beobachtest dich dabei, erzählst in Gedanken deine Geschichte. Die Geschichte deiner Arbeit, der Arbeit im Dämmerzustand zwischen Wachsein und Einschlafen, zwischen Schlafen und Aufwachen und schreiben im Schlafanzug, wo nichts zwischen dir und den Worten im Kopf steht. Und einer Arbeit, für die es keinen Auftrag gibt. Ob der noch kommt? Who knows!

 

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Was viele über Texter nicht wissen

Maschinenpark

Vor ein paar Tagen, war es wieder mal soweit: Ein Kunde, der vor Jahren seine Website von mir texten ließ, meldete sich wieder. Die Texte stünden immer noch unverändert auf der Website, so zufrieden seien sie damit. Jetzt hätte er auch einen Imagefilm gemacht. Vielmehr sei bisher nur gefilmt worden, alles, was das Unternehmen so bildlich hergäbe mit all den technischen Geräten. Aber mit dem Text dazu seien Sie noch nicht zufrieden. Den hat der Filmemacher gemacht und ich möge ihn doch bitte überarbeiten. 90 Sekunden sollen es werden. Ich stutzte. Wie das denn gehen soll, wenn ich gar nicht das Bildmaterial habe, fragte ich. Text und Bild müssen doch genau aufeinander abgestimmt sein, sonst gibt es immer wieder eine Text-Bild-Schere. Aber er meinte, das kriegen wir schon hin. Und natürlich lasse ich keinen Kunden hängen.

Gute Texte

Im Text war so ziemlich alles falsch, was man nur falsch machen kann: Eine Häufung von nichtssagenden Adjektiven wie qualifiziert, effizient und geschult, wie sie für jedes Unternehmen gelten und ebensolchen Substantiven, wie Qualität, Sorgfalt und Zuverlässigkeit. Eine Lobhudelei nach der anderen – unerträglich.

1. Konzept, 2. Text, 3. Bild

Schade, dachte ich bei mir. So ein tolles Unternehmen und so eine vertane Chance, es auch genauso darzustellen.  Wären Sie vor den Filmaufnahmen zu mir gekommen, hätten wir gemeinsam ein Konzept entwickelt und ich hätte das Drehbuch entsprechend geschrieben, sodass letztlich die Kameraaufnahmen ganz gezielt daraufhin hätten vorgenommen werden können – was in der Regel viel Zeit (und Geld) einspart.

Menschen und nicht nur Technik schaffen Vertrauen

Ich machte mir die Mühe, einen Alternativvorschlag mit einem richtigen Storyboard zu entwickeln und zeigte Ihnen, wie so ein Mini-Drehbuch für einen Imagefilm für dieses Unternehmen aussehen könnte, wo vieles nicht gesagt, sondern gezeigt wird und Menschen statt Maschinen im Vordergrund stehen, weil es einfach wichtig ist, Vertrauen aufzubauen. Das erreiche ich nicht durch die Darstellung der neuesten Technik, die nur Insidern etwas sagt. Gerade ein Familienbetrieb wie dieser, der auch noch ausschließlich regional tätig ist,  hat ganz andere Möglichkeiten, sich zu präsentieren.

Ein Beispiel: Wenn Sie einen neuen Zahnarzt suchen, dann wollen Sie auch nicht hören, welche neuesten Diamantschleifbohrer bei Dr. X zum Einsatz kommen. Sie wollen ein Gespür dafür bekommen, ob dieser Mensch die richtige Diagnose stellt, sie kompetent berät und behandelt. Das ist schwer im Vorhinein genau zu beurteilen, aber entscheidend ist letztlich das Gefühl: Dem kann ich vertrauen!

Fragen Sie Ihre Texterin um Rat bevor Sie beginnen

Leider war es bei meinem Kunden zu spät, wie ich befürchtet hatte. Es war schon zu viel in die Aufnahmen investiert worden, um hier nochmal nachzudrehen. Aber er erkannte, dass es der bessere Weg gewesen wäre und will sich das fürs nächste Mal merken.  Und deshalb hier nochmal ganz fett für alle:

Texter schreiben nicht nur die besseren Texte, sie machen auch Konzepte. Und deshalb sollten sie direkt zu Beginn eines Projektes, insbesondere eines Imagefilmes, hinzugezogen werden. Dann kann das Ergebnis alle überzeugen.

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Welche Kondome bevorzugen Einhörner?

Welche Kondome bevorzugen Einhörner?

Texter müssen immer Kreativität beweisen, damit der Kunde sich mit seiner Außendarstellung vom Rest der werbenden Masse abhebt und mit seinen Texten ebenso originell wie authentisch-überzeugend wirkt.

Für Start-Ups zu texten ist dabei eine ganz besonders spannende Angelegenheit. Die Energie, die Gründer mitbringen, empfinde ich als etwas ganz Besonderes. Ich lasse mich gerne begeistern und wenn dann noch die Unternehmer selber den Mut haben, nicht mit den üblichen Floskeln aufzutreten, kann sich für eine lange Zeit eine wunderbare Zusammenarbeit ergeben, in der ich dem Unternehmen ein unverwechselbares Textprofil gebe.

Die Ausschreibung

Dies gelingt dann besonders gut, wenn ich schon in den Ausschreibungen oder Vorgaben des Kunden etwas Ungewöhnliches entdecke, das zu genau dieser Kreativität inspiriert. Der heutige ungewöhnliche Betreff des Newsletters hat damit zu tun. Wie es dazu kam, will ich Ihnen erzählen:

Gestern entdeckte ich eine Ausschreibung im Internet mit folgendem Inhalt:

Wir benötigen für unser Start-up Unterstützung dabei, unsere Story, Mission und Produkte sprachlich auf den Punkt zu bringen.
Wir freuen uns über kreative Wortakrobaten, die mit rebellischer Feder auch die Texte der Einhorn-Kondome und Lemonaid-Getränke verfassen könnten.

Das Anschreiben

Zwei Sätze, die ausreichten, mich neugierig zu machen. Ich schrieb dem Unternehmer, der namentlich angegeben war, an. Und zwar so:

Betreff: Welche Kondome bevorzugen Einhörner?

Hallo Herr W…,

wussten Sie, dass fast alle Einhörner Kondome aus Polyurethan wählen?
Seltsam oder? Man sollte meinen, sie bevorzugten Naturkautschuk oder Schafsdarm.

Warum Einhörner diese merkwürdige Wahl treffen, verrate ich Ihnen gleich.
Zuvor sollten Sie wissen, dass ich liebend gerne Texte für Einhorn-Kondome ebenso wie für Lemonaid-Getränke verfasse: auf den Punkt, zielgruppengerecht, informativ oder unterhaltsam oder beides zugleich. Lang, kurz, dick, dünn, gar gekocht oder roh. So wie es für Kunden und Produkte am besten ist. Am liebsten mit einer spannenden Story. Schauen Sie nach auf www.atemwort.de.

Apropos Story: Kondome werden leider nur in menschlichen Größen hergestellt. Doch sind die aus Polyurethan reißfester als alle anderen. Damit sind selbst Einhörner auf der sicheren Seite.

Das sind Sie auch mit meinen Texten für Ihr Start-Up-Unternehmen.
Ein Beispiel für einen Start-Up-Text mit junger Zielgruppe finden Sie im Anhang.

Ich freue mich von Ihnen zu hören.
Mit den besten Grüßen

 

Die Antwort folgte umgehend. Herr W. bat mich um ein Telefonat und in wenigen Tagen wird mein Angebot auf seinem Schreibtisch liegen.

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